Spielberichte

„Das war nicht landesligatauglich“

TSG 91/09 Lützelsachsen kommt gegen den VfL Kurpfalz Neckarau mit 1:8 (0:3) böse unter die Räder.

Lützelsachsen. Einen rabenschwarzen Tag erwischten gestern die Landesliga-Fußballer der TSG 91/09 Lützelsachsen. Im Heimspiel gegen den VfL Kurpfalz Neckarau setzte es eine böse 1:8-(0:3)-Pleite. TSG-Trainer Rick Hutter fand nach der enttäuschenden Vorstellung der Gastgeber dann auch klare Worte: „Das war nicht landesligatauglich.“ Keine Frage, in dieser Verfassung wird der Klassenerhalt für die Lützelsachsener verdammt schwer.
Im letzten Heimspiel in diesem Jahr lief bei der TSG kaum etwas zusammen. Lediglich in der Anfangsphase leistete Lützelsachsen noch Widerstand und hätte bei Möglichkeiten für Sebastian Weihrich und Matthias Schröder sogar in Führung gehen können (12.). Mit dem 0:1 durch einen platzierten Flachschuss von Mikail Erdem war die Richtung jedoch vorgegeben (20.). Egzon Abdullahu erhöhte mit einem von Matthias Schröder verursachten Foulelfmeter auf 0:2 (35.). Der Ex-Weinheimer Ugur Beyazal bereitete mit einem Sololauf den 0:3-Pausenstand erneut durch Erdem vor (42.).
In der zweiten Halbzeit wurde es für die Gastgeber noch bitterer. Innerhalb von zwei Minuten enteilte Neckarau durch einen 16-Meter-Schuss von Mustafa Azad genau unter die Latte (53.) und dem dritten Streich von Erdem nach einem TSG-Abwehrfehler auf 0:5 (55.). Zwar traf Schröder im Gegenzug zum 1:5 (56.). Aber das war nicht mehr als ein Strohfeuer, auch weil Weihrich mit einem Flugkopfball und Robert Spahn im Nachschuss an VfL-Torwart Raul Chira scheiterten (68.). Der ebenfalls früher in Weinheim spielende Daniel Gulde sorgte mit einem Doppelpack für das 1:7 (71. und 72.). Den Schlusspunkt setzte wieder Abdullahu (80.). bk
TSG 91/09 Lützelsachsen: Jurek; Mayer, Weihrich, Sattler, Schröder (75. Doumi), Muharemovic (75. Knapp), Malchow (46. Wittenmaier), Trautmann (60. Nagy), Spahn, Carocci, Tahiri.
Tore: 0:1 Erdem (20.), 0:2 Abdullahu (35., Foulelfmeter), 0:3 Erdem (42.), 0:4 Azad (53.), 0:5 Erdem (55.), 1:5 Schröder (56.), 1:6, 1:7 Gulde (71., 72.), 1:8 Abdullahu (80.)

 

Gegen andere Gegner punkten

TSG 91/09 Lützelsachsen kassiert beim ASV Eppelheim eine deutliche 1:6-(0:4)-Schlappe und ist damit noch gut bedient.

Eppelheim. Reichlich Lehrgeld musste am Sonntag die TSG 91/09 Lützelsachsen in der Fußball-Landesliga zahlen. Die Mannschaft von Trainer Rick Hutter verlor beim Tabellenfünften ASV Eppelheim klar mit 1:6 (0:4), wobei die Gastgeber noch eine Reihe guter Chancen ausließen oder an TSG-Torhüter Pascal Jurek scheiterten. Die Niederlage hätte also sogar noch höher ausfallen können.
Eppelheim überrollte die Gäste in der Anfangsphase und ging nach einer ersten Großchance bereits in der 7. Minute durch eine Direktabnahme von Patrick Lehr in Führung. Nachdem Fernando Cabrera auf der Gegenseite das Ziel knapp verfehlte (13.), erhöhte Patrick Greulich auf 2:0 (14.). Kurz bäumte sich die TSG nochmals auf – Moritz Wittenmaier zog gegen ASV-Torwart Sven Goos den Kürzeren (17.). Doch dann sorgten die Gastgeber schon für klare Verhältnisse mit dem 3:0 von Lehr aus allerdings abseitsverdächtiger Position (18.). Einem Lattentreffer des ASV (32.) folgte das 4:0 durch Greulich (35.). Pech hatte die TSG wiederum bei einem Pfostentreffer von Wittenmaier (40.).
Am Ende waren die Gäste froh, als es in die Halbzeitpause ging. Immerhin hielt die TSG im zweiten Durchgang etwas besser dagegen und vermied damit ein Debakel. Die ersten Möglichkeiten gehörten aber erneut dem ASV, als Adrian Wetzel (47.) und Mattheus Mayer in höchster Not retteten (55.). Auf Vorarbeit von Edin Muharemovic erzielte Robert Spahn mit einem Flachschuss das 4:1 (57.). Anschließend bauten Greulich mit seinem dritten Treffer (66.) und Tim Barth (85.) den Vorsprung aber noch auf 6:1 aus. bk
TSG 91/09 Lützelsachsen: Jurek; Mayer, Weihrich, F. Cabrera (46. Sattler), Muharemovic, Malchow (78. Carocci), Wittenmaier (78. Knapp), Baumann (46. Wetzel), Trautmann, Spahn, Tahiri.
Tore: 1:0 Lehr (7.), 2:0 Greulich (14.), 3:0 Lehr (18.), 4:0 Greulich (35.), 4:1 Spahn (57.), 5:1 Greulich (66.), 6:1 Barth (85.)

 

Eine Punkteteilung im „Kellerduell“

TSG 91/09 Lützelsachsen schlägt Schwetzingen mit 1:0

Lützelsachsen. Zentnerlasten dürften am Sonntag allen Anhängern der TSG 91/09 Lützelsachsen von den Schultern gefallen sein. In einem „Sechs-Punkte-Spiel“ im Kampf um den Klassenerhalt behielten die Gastgeber in der Fußball-Landesliga gegen den SV 98 Schwetzingen mit 1:0 (0:0) die Oberhand. Damit verbesserte sich die TSG auf Rang 14 und zog in der Tabelle nach Punkten mit dem direkten Konkurrenten gleich. „Das war ein ganz wichtiger Sieg. Für ihren kämpferischen Einsatz hat sich die Mannschaft ein großes Lob verdient“, atmete auch TSG-Abteilungsleiter Gültekin Isci tief durch.
Den besseren Start hatten die Gäste, bereits in der 7. Minute lenkte TSG-Torhüter Pascal Jurek einen Distanzschuss gerade noch an die Latte. Auf der Gegenseite setzte Alessandro Carocci den ersten Offensivakzent für die TSG (12.). Und ein Kopfball von Mattheus Mayer strich nur knapp am SV-Gehäuse vorbei (16.). Danach spielte sich das Geschehen bis zur Pause meist im Mittelfeld ab. Noch einmal gab es Gefahr für das TSG-Tor, als ein Schuss am Außennetz landete (32.).
Abwechslungsreicher wurde die Begegnung nach dem Seitenwechsel. Erneut verfehlte Mayer mit einem Kopfball nach einer Ecke haarscharf das Ziel (47.). Noch einmal verhinderte Jurek einen Rückstand bei einem Schuss von Harun Solak (50.). Das erlösende 1:0 für die TSG markierte Edin Muharemovic per Kopfball nach einer Flanke von Philipp Trautmann (63.).
Der SV 98 warf in der Schlussphase alles nach vorne. Zweimal hatten die Gäste bei einem Pfostentreffer von Tobias Machourek (80.) und einem Schuss von Jacques Zimmermann an die Latte Pech (88.). Und auch eine übersichtliche Situation im eigenen Strafraum überstand Lützelsachsen mit dem nötigen Quäntchen Glück (89.). „Das muss man sich aber auch verdienen“, sagte Isci nach der Partie erleichtert. bk
TSG 91/09 Lützelsachsen: Jurek; Mayer, F. Cabrera, Schröder (67. Wittenmaier), Muharemovic, Malchow (80. Sattler), Baumann (87. Wetzel), Trautmann, Spahn, Carocci (73. Weihrich), Tahiri.
Tore: 1:0 Muharemovic (63.).

 

Eine Punkteteilung im „Kellerduell“

TSG 91/09 Lützelsachsen kommt nach 0:2-Rückstand noch zu einem 2:2 beim TSV Steinsfurt

Sinsheim. Aufgrund des Spielverlaufs muss die TSG 91/09 Lützelsachsen wohl mit einem Punkt zufrieden sein. Im „Kellerduell“ der Fußball-Landesliga holte die Mannschaft von Trainer Rick Hutter am Samstag beim Schlusslicht TSV Steinsfurt einen 0:2-Pausenrückstand auf und kam zumindest noch zu einem 2:2. „Die Mannschaft hat erneut Moral bewiesen“, hob TSG-Abteilungsleiter Gültekin Isci den positivsten Aspekt hervor. Während die TSG den ersten Auswärtspunkt in der laufenden Saison auf die Habenseite brachte, verbuchte Steinsfurt wiederum den ersten Zähler überhaupt in dieser Runde. Lützelsachsen fiel durch das Unentschieden allerdings wieder auf einen direkten Abstiegsplatz zurück.
Auf dem schwierig zu bespielenden Rasenplatz des TSV Steinsfurt hatten es beide Mannschaften nicht leicht, ein technisch anspruchsvolles Spiel zu realisieren. So lebte die Partie vor allem vom Kampf. Den besseren Start verzeichneten die Gäste. Nach einer ersten Möglichkeit für Matthias Schröder (7.) wurde kurz darauf ein vermeintlicher Treffer von Schröder wegen einer Abseitsstellung nicht anerkannt (9.).
Als die TSG-Defensive den Gastgebern ein wenig zu viel Platz ließ, fiel prompt das 1:0 durch Henrique Cardoso (15.). Lützelsachsen antwortete rasch. Allerdings brachten ein 20-Meter-Freistoß von Abdelasis Lebsir (16.) und ein Treffer von Edin Muharemovic ans Außennetz (25.) nichts Zählbares ein. Bitter aus Sicht der Gäste dann das 2:0 unmittelbar vor dem Seitenwechsel durch Julian Keitel (44.).
Doch die TSG kämpfte und machte in der zweiten Halbzeit viel Druck nach vorne. Zunächst forderten die Gäste vergeblich einen Strafstoß, als TSV-Torwart Adrian Baumann den Lützelsachsener Schröder von den Beinen geholt hatte (50.). Drei Minuten später war das 2:1 aber fällig. Robert Spahn traf nach einer Ecke. Nach weiteren Chancen erhielt die TSG doch einen Elfmeter nach Foul an Schröder. Spahn verwandelte sicher zum 2:2 (72.). Zum Siegtreffer reichte es aber nicht mehr. Sebastian Weihrich scheiterte am Torwart (84.).
Am kommenden Wochenende sind die Lützelsachsener nun spielfrei, bevor am 7. November zu Hause ein weiteres Schlüsselspiel gegen den SV 98 Schwetzingen wartet. bk
TSG 91/09 Lützelsachsen: Müller; Mayer, Cabrera, Schröder (80. Trautmann), Muharemovic (73. Wittenmaier), Malchow, Baumann, Spahn (73. Ferreira Mauricio), Carocci (46. Weihrich), Lebsir, Tahiri.
Tore: 1:0 Cardoso (15.), 2:0 Keitel (44.), 2:1, 2:2 Spahn (53., 72./Foulelfmeter).

 

Mit Moral wird aus 0:1 noch 2:1

TSG 91/09 Lützelsachsen feiert mit dem 2:1 (0:1) gegen die SG Heidelberg-Kirchheim ihren dritten Saisonsieg in der Landesliga.

Lützelsachsen. Einen wichtigen Sieg im Kampf um den Verbleib in der Fußball-Landesliga feierten die Fußballer der TSG 91/09 Lützelsachsen am Sonntag mit dem 2:1 (0:1) gegen die SG Heidelberg-Kirchheim. Nach diesem dritten Saisonsieg rückt die Mannschaft von Trainer Rick Hutter auf den 14. Tabellenplatz vor. Der Rückstand zum rettenden Ufer beträgt nur noch einen Punkt. Die TSG ist nach dem elften Spieltag also wieder im Geschäft.
„Wir haben die guten Leistungen der letzten Wochen bestätigt und sind beständig geblieben“, sagte dann auch TSG-Abteilungsleiter Gültekin Isci. Zwar hatten die Rot-Weißen zuletzt bei Türkspor Mannheim mit 1:6 verloren, dort aber wohl nicht enttäuscht. „Auch wenn ich Kirchheim stärker erwartet habe, soll das unsere Leistung nicht schmälern. Wir waren kämpferisch und haben Moral bewiesen. Und diesmal haben wir auch spielerisch überzeugt.“
Vor allem die Abwehr, die in bislang elf Spielen schon satte 36 Gegentore kassiert hat, zeigte sich diesmal um einiges stabiler. TSG-Torwart Fabian Gutfleisch, der auch bei Spitzenreiter Türkspor Mannheim einen arbeitsreichen, für ihn persönlich aber auch effektiven Tag hatte, zeigte sich gestern wieder als sicherer Rückhalt. Nur beim 0:1 in der 31. Minute, als David Kiefer eine Flanke per Kopf zur Kirchheimer Führung verwandelte, hatte er keine Chance. Lützelsachsen, das in Person von Lebsir und Schröder in den Anfangsminuten bereits an Kirchheims Keeper Lichtenberger gescheitert war, gab aber nicht auf und hatte durch Mayer, Cabrera und Schröder weitere Chancen, ein Freistoß von Tobias Malchow (44.) klärten die Gäste auf der Linie.
Lützelsachsen kam energisch aus der Pause und nutzte gleich die erste Chance durch Mattheus Mayer zum 1:1 (49.). Der verpasste allerdings auch ein Zuspiel an Kirchheims Marc Haffa. Gut, dass einmal mehr Fabian Gutfleisch in der entstandenen 1:1-Situation klärte. Das Siegtor fiel in der 74. Minute, als der eingewechselte Sebastian Weihrich eine Muharemovic-Flanke mit dem linken Fuß zum 2:1 einschob. AT
TSG 91/09 Lützelsachsen: Gutfleisch; Mayer, Cabrera, Schröder (83. von Geiso), Muharemovic (78. Ferreira Mauricio), Malchow, Wittenmaier (63. Weihrich), Baumann, Carocci (63. Spahn), Lebsir, Tahiri.

 

Torhüter noch bester Mann

TSG Lützelsachsen verliert 1:6 bei Türkspor Mannheim

Mannheim. Der Tabellenführer war doch eine Nummer zu groß. Eine klare 1:6-(0:3)-Niederlage musste die TSG 91/09 Lützelsachsen am Sonntag in der Fußball-Landesliga beim FC Türkspor Mannheim hinnehmen. Der heiße Titelkandidat und Halbfinalist im badischen Pokal wurde seiner Favoritenrolle gerecht und fuhr einen ungefährdeten Erfolg ein. „Unser bester Mann war Torhüter Fabian Gutfleisch. Er hat mit einigen tollen Paraden Schlimmeres verhindert und bekam sogar Szenenapplaus von den Mannheimern“, sagte TSG-Abteilungsleiter Gültekin Isci. „Realistisch gesehen, hatten wir keine Chance.“
Der FC Türkspor startete schon furios und verzeichnete bis zur 6. Minute schon zwei Treffer an die Latte des TSG-Gehäuses. Danach fand Lützelsachsen etwas besser in die Partie und kam zur ersten Möglichkeit durch Moritz Wittenmaier nach Flanke von Alessandro Carocci (20.). Vielleicht wäre die Partie anders verlaufen, wenn die TSG in Führung gegangen wäre. Doch Robert Spahn setzte einen an ihm selbst verursachten Foulelfmeter an den Pfosten (22.). Auf der Gegenseite gab es ebenfalls einen umstrittenen Foulelfmeter. Zunächst scheiterte Fatih Yildirim an Gutfleisch, den Nachschuss versenkte Yildirim aber zum 1:0 (33.). Damit war die Richtung vorgegeben. Kadir Seker und Ayhan Sabah erhöhten vor der Pause auf 3:0.
Mit einem 20-Meter-Freistoß sorgte Seker für das 4:0 (51.). Nach starken Paraden von Gutfleisch traf Spahn per Kopfball zwar zum 4:1 (73.), doch am Ende schlugen die Mannheimer noch zweimal zu. bk
TSG 91/09 Lützelsachsen: Gutfleisch; Mayer, Cabrera, Malchow (60. Schröder), Wittenmaier, Kratzer (73. Ferreira Mauricio), Trautmann, Spahn (80. Muharemovic), Carocci, Lebsir, Schillinger (60. Tahiri).
Tore: 1:0 Yildirim (33.), 2:0 Seker (42.), 3:0 Sabah (45.+5), 4:0 Seker (51.), 4:1 Spahn (73.), 5:1 Erdogan (85., Foulelfmeter), 6:1 Bas (88.).
Besondere Vorkommnisse: Spahn (TSG) verschießt Elfmeter (22.).

 

TSG siegt vor 600 Zuschauern

TSG 91/09 Lützelsachsen I gegen VfB St.Leon 3.1

Lützelsachsen. Neues System, neues Gesicht: Die TSG 91/09 Lützelsachsen hat nach zuletzt sieben Niederlagen drei wichtige Zähler im Kampf um den Klassenerhalt in der Fußball-Landesliga eingefahren. Vor überragender Kulisse mit 600 Zuschauern zeigte sich die Elf von Trainer Rick Hutter wie ausgewechselt und feierte gegen den VfB St. Leon einen verdienten 3:1-(1:0)-Erfolg.
Für die TSG war es erst der zweite Sieg im neunten Spiel. Weil auch die Konkurrenz im Tabellenkeller punktete, bleibt das Team von der Bergstraße vorerst auf einem Abstiegsplatz. „Das war ein ganz, ganz wichtiger Erfolg. Wir haben von Anfang an super gekämpft, das gegnerische Spiel zerstört und bis zum Ende nach vorne gespielt“, lobte TSG-Abteilungsleiter Gültekin Isci.
Auf die Siegerstraße brachten die Hausherren jeweils frühe Tore in beiden Durchgängen. Tobias Malchow traf per sehenswerter Einzelleistung in der 7. Minute. Nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff erhöhte Philipp Trautmann nach glänzender Vorarbeit von Mirco Kratzer auf 2:0.
Die TSG blieb in der Folge das bessere Team, durfte sich aber auch bei Schlussmann Fabian Gutfleisch bedanken, der einen überragenden Tag erwischte. Je länger das Spiel dauerte, desto offener wurde es. In der 61. Minute wehrte Gutfleisch einen Foulelfmeter ab, ehe Moritz Wittenmaier auf 3:0 stellte (77.). Die Schlussviertelstunde bot viele Chancen auf beiden Seiten – inklusive sechsminütiger Nachspielzeit und dem Anschlusstreffer der Gäste (90.+4). ksm
TSG 91/09 Lützelsachsen: Gutfleisch; Sattler, Malchow (75. Weihrich), Wittenmaier, Kratzer (68. Muharemovic), Lebsir, Trautmann, Spahn (61. Mauricio), Carocci (86. Cabrera), Schillinger, Tahiri.
Tore: 1:0 Malchow (7.), 2:0 Trautmann (47.), 3:0 Wittenmaier (77.). 3:1 Gerber (90.+4, Foulelfmeter).

 

TSG 91/09 Lützelsachsen steht nach dem 1:4 (0:2) beim TSV Kürnbach jetzt mit dem Rücken an der Wand

Kürnbach. Die Talfahrt für die TSG 91/09 Lützelsachsen in der Fußball-Landesliga setzt sich fort. Auch im „Sechs-Punkte-Spiel“ beim direkten Konkurrenten TSV Kürnbach gab es am Sonntag ein bitteres 1:4 (0:2) und damit die siebte Niederlage im achten Saisonspiel. „Wir sind schon sehr enttäuscht und stehen jetzt mit dem Rücken an der Wand“, sagte TSG-Abteilungsleiter Gültekin Isci. „Dennoch werden wir unseren Weg weitergehen und nicht in Panik verfallen. Wir setzen nach wie vor nur auf unsere Spieler. Wenn die Mannschaft den Klassenerhalt schafft, wäre das toll, wenn nicht, gehen wir eben zurück in die Kreisliga.“
Den Auftakt in Kürnbach verschliefen die Gäste – noch in der ersten Minute brachte Lukas Essig die Gastgeber in Front. Danach musste sich Lützelsachsen erst einmal schütteln und fand kaum ins Spiel. So erhöhte der TSV in der 28. Minute durch Marius Steinmetz mit einem Flachschuss auf 2:0. Kurz vor der Pause verhinderte TSG-Torwart Pascal Jurek einen noch höheren Rückstand (45.).
TSG-Trainer Rick Hutter wechselte zur zweiten Halbzeit Miguel Angelo Ferreira Mauricio ein. Der Spieler aus dem Zweitmannschaftskader brachte mehr Schwung in die Partie – und plötzlich war Lützelsachsen wieder dran. Nach einer Chance für Robert Spahn verkürzte Moritz Wittenmaier auf Flanke von Donat Tahiri zum 2:1 (58.). Kurz darauf hatten Spahn und Tim Baumann sogar die Chance zum Ausgleich. In der Schlussphase übernahm aber Kürnbach wieder das Zepter. Nachdem Jurek einmal gut gehalten hatte, markierte der freistehende Steinmetz das vorentscheidende 3:1 (80.). Die TSG warf noch einmal alles nach vorne, fing sich aber das 4:1 ein. Jurek hatte im eigenen Strafraum Steinmetz zu Fall gebracht, den Elfmeter verwandelte Marvin Prade sicher (86.). bk
TSG 91/09 Lützelsachsen: Jurek; Mayer, Weihrich, Sattler (75. Cabrera), Wittenmaier, Baumann (75. Hruschka), Trautmann (46. Ferreira Mauricio), Spahn, Carocci, Schillinger (64. Muharemovic), Tahiri.
Tore: 1:0 Essig (1.), 2:0 Steinmetz (28.), 2:1 Wittenmaier (58.), 3:1 Steinmetz (80.), 4:1 Prade (86., Foulelfmeter).

 

Videobotschaft der Abteilungsleitung

vom 01.01.2021

Im Folgenden sehen Sie eine Videobotschaft der Abteilungsleitung Fußball der TSG 91/09 Lützelsachsen, gerichtet an alle Mitglieder, Anhänger und natürlich an unsere Sponsoren.

Keine Spiele mehr im Jahr 2020

Bericht vom „Badfv“ vom 26.11.2020

Nachdem gestern bei den Beratungen der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder vereinbart wurde, die seit 02.11.2020 geltenden Corona-Beschränkungen im Wesentlichen bis zu den Weihnachtsfeiertagen aufrechtzuerhalten und es damit insbesondere keine Lockerungen für den Amateursport geben wird, müssen sämtliche bis zum Jahresende 2020 terminierten Spiele im Verbandsgebiet im Badischen Fußballverband abgesetzt werden. Dies gilt einschließlich der Oberligen Baden-Württemberg abwärts für alle Spiele der Herren, Frauen und Jugend. Die Regionalliga Südwest ist in dieser Regelung ausdrücklich nicht inbegriffen.  

Mit Blick auf die beachtlichen Staffelgrößen in einigen Ligen war es erforderlich, keine vorschnellen Entscheidungen zu treffen und sich die Möglichkeit offen zu halten, im Idealfall in diesem Jahr noch einige Spiele auszutragen. Denn unverändert hat oberste Priorität, den Vorgaben der Spielordnung Rechnung zu tragen. Das heißt, soweit rechtlich möglich und zumutbar vollständige Meisterschaftsrunden mit Hin- und Rückspielen zu absolvieren. In Staffeln mit entsprechenden Mannschaftszahlen kommen deshalb auch Spiele vor dem im Rahmenterminkalender angedachten Zeitpunkt in Betracht. Beispielsweise im Januar oder früher im Februar, sollten Lockerungen beschlossen werden, die dies rechtlich ermöglichen. Eine Vorbereitungszeit von ca. 14 Tagen wird grundsätzlich vorgeschaltet sein.  

Nachdem derzeit noch immer unsicher ist, wann und unter welchen Voraussetzungen der Spielbetrieb wiederaufgenommen werden kann, werden nun Perspektiven für das restliche Spieljahr durchgespielt. Soweit Meisterschaftsrunden nicht vollständig zu Ende geführt werden können, sieht die bfv-Spielordnung dazu bereits Regelungen vor. Sowohl die Quotienten-Regelung zur Ermittlung von Auf- und Absteigern als auch die Möglichkeit zur Annullierung von Meisterschaftsrunden sind in der Spielordnung angelegt. Ausdrücklich kann auf die aktuelle Situation aber auch durch die Entwicklung anderer Spielmodi reagiert werden. Denkbar sind so zum Beispiel auch Auf- und Abstiegsrunden nach einer abgeschlossenen Vorrunde. Zur Entscheidung hierüber hat der außerordentliche Verbandstag am 20.06.2020 den Vorstand ermächtigt. Die Vereine werden in die Entscheidungsfindung wieder einbezogen.  

„Im Frühjahr haben wir gute Erfahrungen damit gemacht, besonnen einen Schritt nach dem anderen zu gehen und dabei sowohl die Vorgaben als auch die Sichtweise der Vereine im Blick zu behalten. So werden wir es auch dieses Mal handhaben. Die Hoffnung ist groß, dass sich die Lage im neuen Jahr entspannt und wir die Runde so gut es geht weiter- und zu Ende führen können“, bekräftigt Rüdiger Heiß, Vizepräsident Spielbetrieb.

Quelle: https://www.badfv.de/verband/aktuelles/detailansicht/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=8668&cHash=eddf686bb2e37a9db0582395c6de5379

Pressemitteilung Badfv: „Jeder Tag zählt“: Spielbetrieb im Amateurfußball wird in Baden-Württemberg ausgesetzt

Die Fußballverbände haben entschieden, den Spielbetrieb in Baden-Württemberg mit sofortiger Wirkung ab heute, 29.10.2020, bis zum 30.11.2020 einzustellen. 

Am gestrigen Tag haben Bund und Länder weitere sehr einschneidende Maßnahmen beschlossen, um die explosionsartige Verbreitung des Corona-Virus zu stoppen. Die vereinbarten Beschränkungen zielen darauf ab, die persönlichen Kontakte um 75 Prozent zu reduzieren und sollen am kommenden Montag, 2. November 2020, in Kraft treten. Im Amateurfußball wird ab diesem Zeitpunkt bis Ende November ein Spielbetrieb rechtlich nicht mehr zulässig sein.

Vor diesem Hintergrund haben die drei baden-württembergischen Fußballverbände beschlossen, den gesamten Spielbetrieb der Herren, der Frauen sowie der Jugend von der Oberliga Baden-Württemberg abwärts mit sofortiger Wirkung auszusetzen und ein Spielverbot zu verhängen, das zugleich auch Pokal- und Freundschaftsspiele erfasst. Die Entscheidung erfolgt bewusst bereits vor der rechtlichen Umsetzung der Bund-Länder-Beschlüsse und aufgrund der sehr eindringlichen Appelle der Bundes- und Landesregierung. Insbesondere Ministerpräsident Winfried Kretschmann betonte, dass alle nicht notwendigen Kontakte bereits jetzt und insbesondere am Wochenende unterbleiben sollen. Dieser Aufforderung leistet der Amateurfußball in Wahrnehmung seiner gesellschaftlichen Verantwortung selbstverständlich Folge. 

Wir haben in der Vergangenheit immer wieder betont, dass die Infektionsgefahr nach den uns vorliegenden Studien beim Fußballspielen im Freien als äußerst gering einzuschätzen ist. Risiken bestehen aber beim Zusammentreffen in Umkleidekabinen, in Duschräumen, bei der Bildung von Fahrgemeinschaften und auch dann, wenn sich Zuschauer nicht an Hygienevorgaben halten. Bei Abwägung aller relevanten Aspekte konnte bisher trotz dieser Risiken der Spielbetrieb im Amateurfußball aufrechterhalten und verantwortet werden, weil sich die Infektionszahlen zu-nächst in einem kontrollierbaren Rahmen gehalten haben. Zwischenzeitlich ist das Infektionsgeschehen aber zunehmend diffus und so dynamisch, dass auch vergleichsweise kleine Risiken vermieden werden müssen. Deshalb muss auch der Fußball umgehend seinen Beitrag leisten. 

In diesem Zusammenhang fordern wir alle unsere Mitgliedsvereine zudem auf, den Trainingsbetrieb mit sofortiger Wirkung einzustellen, selbst wenn die Sportstätten noch geöffnet sind. Auch auf Mannschaftsbesprechungen sollte verzichtet werden. Die erforderliche Kommunikation dieser Aussetzungsentscheidung an Verantwortliche und Spieler ist sicherlich problemlos auch auf elektronischem Wege möglich.

Die Entscheidung, die Saison zu diesem Zeitpunkt zu unterbrechen, war für die daran Beteiligten nicht einfach. bfv-Präsident Ronny Zimmermann äußerte dazu: „Wir erleben gerade ein Déjà-vu, vor allem, was die Geschwindigkeit angeht, in der sich die Lage drastisch verändert. Der Schritt, den Spielbetrieb wieder und vor allem sofort auszusetzen, ist uns allen schwer gefallen. Wenn ein Ministerpräsident sagt: „jeder Tag zählt“, haben wir aber keine Alternative. Dabei sind wir uns glücklicherweise innerhalb Baden-Württembergs erneut einig und es ist uns wie schon zuvor gelungen, unsere Verantwortung für den Amateurfußball und die Gesellschaft gemeinsam und einheitlich wahrzunehmen.“ 

Ob der Spielbetrieb im Kalenderjahr 2020 wieder aufgenommen werden kann, ist derzeit offen und hängt von den weiteren Entwicklungen ab. Alle drei baden-württembergischen Fußballverbände sind weiterhin bestrebt, die Saison 2020/21 ordnungsgemäß zu Ende zu bringen. Inwiefern dies möglich sein wird, ist derzeit allerdings nicht abzusehen. Weiterhin gilt, dass wir mit den Behörden in Kontakt stehen und die Entwicklungen aufmerksam beobachten.

Die Entscheidung, ob der Spielbetrieb der Regionalliga Südwest fortgesetzt werden kann, obliegt der dortigen Gesellschafterversammlung und ist in Kürze zu erwarten. Insoweit wird nicht zuletzt maßgeblich sein, ob die Spielklasse dem Profifußball zugerechnet wird und damit nicht unter die beschlossenen Beschränkungen fällt. 

Dem großen Favoriten Paroli geboten

Bericht aus den Weinheimer Nachrichten vom 26.10.2020

TSG 91/09 Lützelsachsen erkämpft sich in der Landesliga ein beachtliches 2:2 (2:1) beim VfL Kurpfalz Neckarau

„Für uns ist jeder Punkt extrem wichtig.“ Darauf hatte Rick Hutter, Trainer des Fußball-Landesligisten TSG 91/09 Lützelsachsen, ausgerechnet vor der Partie beim bislang ungeschlagenen Tabellenzweiten VfL Kurpfalz Neckarau hingewiesen. Und seine Mannschaft ließ dem Wunsch am Sonntag prompt Taten folgen. Beim hohen Favoriten erkämpften sich die Lützelsachsener ein verdientes 2:2-(2:1)-Unentschieden. „In der ersten Halbzeit waren wir besser, in der zweiten Neckarau, daher geht das Ergebnis vollauf in Ordnung“, sagte TSG-Pressewart Manuel Schmitt.

Die Gäste zeigten von Beginn an keinerlei Respekt, agierten mit einem starken Pressing und zwangen den VfL damit auch zu Fehlern. So besaß Ricardo Rittersberger Galan bereits in der 2. Minute die erste Chance. Zu diesem Zeitpunkt überraschend markierten die Gastgeber in der 13. Minute das 1:0 durch Idris Yildirim. Aber auch davon ließ sich die TSG nicht beeindrucken. Nach einer Möglichkeit für Marco Klingberg (15.) wurde Rittersberger Galan im VfL-Strafraum umgerissen. Den Elfmeter verwandelte Philipp Trautmann sicher zum 1:1 (18.). Nur fünf Minuten später legte Edin Muharemovic mustergültig auf Klingberg ab, der ließ dem Neckarauer Torhüter mit einem Schuss wie ein Strich keine Chance – 1:2. Den Ausgleich verhinderte TSG-Torhüter Fabian Gutfleisch, der einen Freistoß von Yildirim entschärfte (30.). Auf der Gegenseite vergab Tim Baumann eine gute Chance zum 1:3 (34.).

Neckarau startete mit Schwung in die zweite Halbzeit und kam durch Egzon Abdullahu rasch zum 2:2 (52.). Danach ließ die TSG aber nichts mehr zu. Bk


TSG 91/09 Lützelsachsen: 
Gutfleisch; Mayer, Weihrich, Rittersberger Galan (77. Spahn), F. Cabrera, Muharemovic (64. von Geiso), Eder (68. Schröder), Klingberg, Baumann, Trautmann (88. Restle), Schillinger.


Tore: 1:0 Yildirim (13.), 1:1 Trautmann (18., Foulelfmeter), 1:2 Klingberg (23.), 2:2 Abdullahu (52.).
Bes. Vorkommnisse: Gelb-rote Karte Yildirim (VfL, nach Spielschluss).

Philipp Trautmann erzielte das 1:1 für die TSG Lützelsachsen.

Dieses Team gehört in die Landesliga

Bericht aus den Weinheimer Nachrichten vom 19.10.2020

TSG 91/09 Lützelsachsen beendet die kleine Negativserie mit einem überzeugenden 5:1-(3:0)-Heimsieg vor rund 150 Zuschauern gegen den TSV Kürnbach

Dass die TSG 91/09 Lützelsachsen eine Bereicherung für die Fußball-Landesliga ist, zeigte sich am Sonntag in beeindruckender Manier. Trotz zuletzt drei Niederlagen in Folge präsentierte sich der Aufsteiger im Schlüsselspiel gegen den TSV Kürnbach überaus nervenstark und fertigte den Tabellenvorletzten hochverdient mit 5:1 (3:0) ab. Auch dem TSG-Spielausschussvorsitzenden Torsten Bock fielen daraufhin Zentnerlasten von den Schultern. „Nach der Niederlagenserie war das ein extrem wichtiger Sieg, der auch in der Höhe absolut in Ordnung geht. Aber natürlich ist Kürnbach auch ein Gegner, gegen den du einfach gewinnen musst, wenn du die Klasse halten willst.“

Dass die Lützelsachsener erst gar keine Zweifel aufkommen lassen wollten, spürten die rund 150 Zuschauer von Anfang an. Keine zwei Minuten waren gespielt, da wurde Matthias Schröder im Strafraum der Gäste von den Beinen geholt. Den anschließenden Elfmeter verwandelte Konstantin Beutel souverän zum 1:0 (2.). Bereits der nächste zielstrebige TSG-Angriff brachte das 2:0. Nach einem langen Ball war Ricardo Rittersberger Galan mit einem gekonnten Lupfer über TSV-Torwart Marcel Fesenbeck hinweg erfolgreich (5.). Nach dem perfekten Auftakt für Lützelsachsen kam Kürnbach etwas besser ins Spiel, auch weil der Druck der Gastgeber ein wenig nachließ. So musste TSG-Torhüter Fabian Gutfleisch sein Können bei einem Kopfball von Marc Zengerle nach einer Ecke unter Beweis stellen (23.). Es folgte die passende Antwort von Lützelsachsen: Nach einem starken Sololauf und Vorlage von Beutel stand Schröder goldrichtig und traf zum 3:0 (26.). „Dieses Tor fiel genau zum richtigen Zeitpunkt“, atmete Bock auf. Vor der Pause hätten nochmals Schröder mit einem Kopfball an den Pfosten (35.) und Edin Muharemovic, dessen Schuss gerade noch auf der Torlinie geklärt wurde (37.), den Vorsprung ausbauen können. Das erledigten Beutel (53.) und Sebastian Weihrich mit einem 16-Meter-Schuss (55.) kurz nach dem Seitenwechsel. Die Messe war gelesen – das 5:1 schmerzte nicht wirklich. Bk


TSG 91/09 Lützelsachsen: 
Gutfleisch; Ottlik (61. Mayer), Weihrich (67. F. Cabrera), Rittersberger Galan, Schröder (61. Trautmann), Muharemovic, Malchow (72. Kratzer), Beutel, Klingberg, Baumann, Schillinger.

Tore: 1:0 Beutel (2., Foulelfmeter), 2:0 Rittersberger Galan (5.), 3:0 Schröder (26.), 4:0 Beutel (53.), 5:0 Weihrich (55.), 5:1 Sommer (66.).

Der zweifache Torschütze Konstantin Beutel (links) und die Spieler des TSG 91/09 Lützelsachsen waren ihren Gegnern vom TSV Kürnbach immer einen Schritt voraus. Am klaren 5:1-Heimsieg gab es nie einen Zweifel. Bild: Marco Schilling

TSG Lützelsachsen verliert beim ASC Neuenheim mit 2:4

Bericht aus den Weinheimer Nachrichten vom 12.10.2020

Nach einem sensationellen Saisonstart erhält die Euphorie um das Aufstiegsteam der TSG 91/09 Lützelsachsen in der Fußball-Landesliga erste Dämpfer. Nach der Niederlage gegen Tabellenführer Kirchheim (0:4) erlebte die TSG nun zu Hause gegen die SG Horrenberg ein 0:7-(0:2)-Debakel.

„Das geht so in Ordnung“, konstatierte Manuel Schmitt nach dem Spiel. „Wir waren heute einfach nicht auf der Höhe. Auf diesem Niveau wird das eiskalt bestraft.“ Was der Pressewart damit meinte: Die Gastgeber starteten durchaus schwungvoll in die Partie und erspielten sich in der Anfangsviertelstunde zwei gute Gelegenheiten.

Die Gäste aus Horrenberg zeigten sich vom Start weg treffsicherer – und konzentrierter. Einen Fehler im Aufbauspiel nutzte die SG in der 21. Minute eiskalt aus. Sebastian Starey traf per Kopf. Die TSG ließ in der Folge zwar wenig zu, kurz vorm Seitenwechsel schlug aber ein Sonntagsschuss von Dennis Gebhardt aus 30 Metern in den Winkel ein und ließ die Gäste erneut jubeln.

Der Aufsteiger versuchte im zweiten Durchgang, das Ruder herumzureißen und kam druckvoll aus der Kabine. Wieder machte ein Fehler im Aufbau die Bemühungen zunichte: Starey war frei durch und netzte mit seinem Doppelpack zum 0:3 ein (50.). Das 0:4 durch Christian Schneider in der 68. Minute brach jeglichen Widerstand.

In der Folge traf erneut Gebhardt über die linke Seite (75.), Samuel Gabler (82.) und Marvin Wichmann (88.) und machten die heftige Heimschlappe perfekt.

Für die TSG sind die zwei hohen Niederlagen in Folge allerdings kein Grund, „die Köpfe in den Sand zu stecken“, wie Pressewart Schmitt betonte. „Horrenberg war heute einfach eiskalt, hat praktisch keine Chance liegen gelassen. Die haben das sehr clever ausgespielt. Wir haben unsere Leistung dagegen nicht auf den Platz bekommen“, sagte Schmitt. Denn der Aufsteiger mit dem Saisonziel Klassenerhalt steht noch immer stabil im Mittelfeld der Landesliga. Im kommenden Spiel will man gegen den direkten Konkurrent Neuenheim wieder bissiger sein, wie Schmitt ankündigte. Ksm


TSG 91/09 Lützelsachsen: 
Gutfleisch; Mayer (75. Holz), Ottlik, Weihrich, Rittersberger Galan (72. Eder), Cabrera, Schröder, Muharemovic, Klingberg (63. Malchow), Baumann, Trautmann (63. Beutel).

Tore: 0:1 Starey (21.), 0:2 Gebhardt (41.), 0:3 Starey (50.), 0:4 Schneider (68.), 0:5 Gebhardt (75.), 0:6 Gabler (82.), 0:7 Wichmann (88.).

Edin Muharemovic im Zweikampf
Bild: Foto Pfeifer / Fupa

Heimdebakel für TSG Lützelsachsen

Bericht aus den Weinheimer Nachrichten vom 05.10.2020

Nach einem sensationellen Saisonstart erhält die Euphorie um das Aufstiegsteam der TSG 91/09 Lützelsachsen in der Fußball-Landesliga erste Dämpfer. Nach der Niederlage gegen Tabellenführer Kirchheim (0:4) erlebte die TSG nun zu Hause gegen die SG Horrenberg ein 0:7-(0:2)-Debakel.

„Das geht so in Ordnung“, konstatierte Manuel Schmitt nach dem Spiel. „Wir waren heute einfach nicht auf der Höhe. Auf diesem Niveau wird das eiskalt bestraft.“ Was der Pressewart damit meinte: Die Gastgeber starteten durchaus schwungvoll in die Partie und erspielten sich in der Anfangsviertelstunde zwei gute Gelegenheiten.

Die Gäste aus Horrenberg zeigten sich vom Start weg treffsicherer – und konzentrierter. Einen Fehler im Aufbauspiel nutzte die SG in der 21. Minute eiskalt aus. Sebastian Starey traf per Kopf. Die TSG ließ in der Folge zwar wenig zu, kurz vorm Seitenwechsel schlug aber ein Sonntagsschuss von Dennis Gebhardt aus 30 Metern in den Winkel ein und ließ die Gäste erneut jubeln.

Der Aufsteiger versuchte im zweiten Durchgang, das Ruder herumzureißen und kam druckvoll aus der Kabine. Wieder machte ein Fehler im Aufbau die Bemühungen zunichte: Starey war frei durch und netzte mit seinem Doppelpack zum 0:3 ein (50.). Das 0:4 durch Christian Schneider in der 68. Minute brach jeglichen Widerstand.

In der Folge traf erneut Gebhardt über die linke Seite (75.), Samuel Gabler (82.) und Marvin Wichmann (88.) und machten die heftige Heimschlappe perfekt.

Für die TSG sind die zwei hohen Niederlagen in Folge allerdings kein Grund, „die Köpfe in den Sand zu stecken“, wie Pressewart Schmitt betonte. „Horrenberg war heute einfach eiskalt, hat praktisch keine Chance liegen gelassen. Die haben das sehr clever ausgespielt. Wir haben unsere Leistung dagegen nicht auf den Platz bekommen“, sagte Schmitt. Denn der Aufsteiger mit dem Saisonziel Klassenerhalt steht noch immer stabil im Mittelfeld der Landesliga. Im kommenden Spiel will man gegen den direkten Konkurrent Neuenheim wieder bissiger sein, wie Schmitt ankündigte. Ksm


TSG 91/09 Lützelsachsen: 
Gutfleisch; Mayer (75. Holz), Ottlik, Weihrich, Rittersberger Galan (72. Eder), Cabrera, Schröder, Muharemovic, Klingberg (63. Malchow), Baumann, Trautmann (63. Beutel).

Tore: 0:1 Starey (21.), 0:2 Gebhardt (41.), 0:3 Starey (50.), 0:4 Schneider (68.), 0:5 Gebhardt (75.), 0:6 Gabler (82.), 0:7 Wichmann (88.).

Fernando Cabrera kam mit der TSG Lützelsachsen am Sonntag zu Hause gegen die SG Horrenberg überhaupt nicht zum Zuge. Die Gastgeber kassierten ihre erste Heimniederlage in der Landesliga. Die fiel beim 0:7 gleich richtig deftig aus. Bild: Philipp Reimer

Beim Favoriten nichts zu holen

Bericht aus den Weinheimer Nachrichten vom 28.09.2020

Der Unterschied zwischen Verbandsliga-Anwärter und Aufsteiger war zu erkennen, allerdings nicht so deutlich, wie es das Endresultat ausdrückte. Mit 0:4 (0:2) unterlag die TSG 91/09 Lützelsachsen am Samstag in der Fußball-Landesliga beim Titelkandidaten SG Heidelberg-Kirchheim.

„Der Sieg für die Gastgeber ging in Ordnung, fiel aber zu hoch aus“, sagte TSG-Spielausschussvorsitzender Torsten Bock. „Wir haben zu viel Respekt gezeigt, hatten aber durchaus unsere Chancen. Ein besseres Ergebnis wäre drin gewesen.“

Ausschlaggebend war letztlich die Anfangsphase, in der die mit vielen höherklassig erfahrenen Spielern besetzte SGK ein Übergewicht hatte. Zwar machte TSG-Torhüter Fabian Gutfleisch eine erste Chance der Heidelberger durch Justin Neuner noch zunichte (5.). Aber nach einer knappen Viertelstunde stand es aus Lützelsachsener Sicht schon 0:2. Rufus Froschauer erzielte nach Vorlage des Ex-Weinheimers Marc Haffa den Führungstreffer (9.). Für das 0:2 zeichnete TSG-Spieler Michael Ottlik verantwortlich, der einen Klärungsversuch unglücklich ins eigene Netz bugsierte (13.).

Danach fand Lützelsachsen aber besser ins Spiel, David Knapp besaß die erste gute Chance für die Gäste (17.). Noch einmal musste TSG-Schlussmann Gutfleisch seine Klasse bei einem Kopfball von Neuner beweisen (39.).

Unmittelbar vor dem Pausenpfiff hatte Edin Muharemovic den Anschlusstreffer auf dem Fuß, er zog aber gegen SGK-Torwart Jonas Wies den Kürzeren (45.). Schade – bei einem 2:1 zur Pause hätte es noch einmal spannend werden können. So aber stellte Kirchheim zu Beginn der zweiten Halbzeit endgültig die Weichen. Nach einem Lattentreffer von Roman Just (51.) und einer guten Rettungstat von Gutfleisch gegen Neuner (53.) sorgte Haffa mit dem 3:0 für die Vorentscheidung (60.). Konstantin Beutel hätte für die TSG noch ein wenig Ergebniskosmetik betreiben können (75.), ehe Neuner den Schlusspunkt zum 4:0 setzte (79.). bk

TSG 91/09 Lützelsachsen: Gutfleisch; Ottlik, F. Cabrera, Schröder, Muharemovic (71. Kratzer), Malchow (71. Rittersberger Galan), Beutel, Baumann, Spahn (46. Trautmann), Schillinger, Knapp (46. von Geiso).

Tore: 1:0 Froschauer (9.), 2:0 Ottlik (Eigentor, 13.), 3:0 Haffa (60.), 4:0 Neuner (79.).

1. Herren: Aufsteiger sorgt für eine Torgala

Bericht aus den Weinheimer Nachrichten vom 21.09.2020

TSG 91/09 Lützelsachsen fertigt in der Landesliga den TSV Steinsfurt mit 6:0 ab und spielt sich vor allem in der ersten Halbzeit in einen wahren Rausch

Für einen Paukenschlag sorgte am Sonntag die TSG 91/09 Lützelsachsen in der Fußball-Landesliga. In einem Duell zweier Aufsteiger gelang den Gastgebern mit einem beeindruckenden 6:0-(5:0)-Erfolg gegen den TSV Steinsfurt der höchste Sieg des fünften Spieltags. Mit zehn Punkten aus fünf Partien kletterten die Lützelsachsener auf den fünften Tabellenplatz nach oben und untermauerten zudem mit Nachdruck ihre seit Jahren bekannte Heimstärke.

Insbesondere in der ersten Halbzeit spielte sich die TSG vor rund 200 Zuschauern in einen wahren Rausch und nahm Steinsfurt nach allen Regeln der Kunst auseinander. „Das war schon richtig klasse, wir hatten die Partie von der ersten Minute an im Griff“, lobte TSG-Pressewart Manuel Schmitt die zielstrebige Vorstellung der Lützelsachsener.

Ricardo Rittersberger Galan stellte mit dem frühen 1:0 seine Stärken im gegnerischen Strafraum unter Beweis (9.). Dann nahm die Gala der TSG richtig Fahrt auf. Nach einer scharfen Flanke hielt Innenverteidiger Nico Schillinger im gegnerischen Sechzehner den Fuß hin – und es stand 2:0 (14.). Weiter ging es nur in eine Richtung. Erneut Rittersberger Galan verwertete eine Hereingabe von Matthias Schröder per Direktabnahme zum 3:0 (24.). Auf der Gegenseite kam der TSV nur zu einer Möglichkeit durch Julian Keitel, der seinen Meister in TSG-Torhüter Fabian Gutfleisch fand (25.). Einer Chance für Edin Muharemovic (32.) folgte das 4:0 durch einen schönen Flugkopfball von Michael Ottlik nach einer Freistoßflanke von Fernando Cabrera (38.). Das Feuerwerk bis zur Pause schloss Lützelsachsen mit dem 5:0 von Matthias Schröder nach Doppelpass mit Rittersberger Galan ab (43.).

Klar, dass die TSG angesichts der hohen Führung in der zweiten Halbzeit etwas Tempo rausnahm. Schröder scheiterte noch einmal am Torwart (59.), ehe Mirco Kratzer mit einem an ihm selbst verschuldeten Foulelfmeter zum 6:0 traf (84.). bk


TSG 91/09 Lützelsachsen: 
Gutfleisch; Ottlik (46. Mayer), Rittersberger Galan (66. Navidad), F. Cabrera, Schröder, Muharemovic (46. Kratzer), Malchow (58. von Geiso), Eder, Baumann, Schillinger, Knapp.
Tore: 1:0 Rittersberger Galan (9.), 2:0 Schillinger (14.), 3:0 Rittersberger Galan (24.), 4:0 Ottlik (38.), 5:0 Schröder (43.), 6:0 Kratzer (84., Foulelfmeter).

Ricardo Rittersberger Galan bejubelt seinen Treffer zum 3:0. Die TSG 91/09 Lützelsachsen nahm im Aufsteigerduell den TSV Steinsfurt nach allen Regeln der Kunst auseinander und gewann das Heimspiel souverän mit 6:0. Bild: Sascha Lotz

Ganz schnell seinen Platz gefunden

Bericht aus den Weinheimer Nachrichten vom 09.09.2020

Fußballer der Woche: Nico Schillinger ist mit der TSG 91/09 Lützelsachsen nach der langen Corona-Pause stark in Landesliga gestartet

„Die Zeit ohne Fußball war schwer“, sagt Nico Schillinger. Erst vor wenigen Tagen bestritt der Abwehrspieler mit der TSG 91/09 Lützelsachsen das erste Pflichtspiel nach fast einem halben Jahr Corona-Pause. Klar, dass die Vorfreude bei allen Fußballern entsprechend groß war. Bei Schillinger und seinen Teamkollegen ist die Euphorie nach den ersten drei Partien in der Landesliga sicher nicht kleiner geworden. Denn der Aufsteiger hat mit sieben Punkten einen ganz starken Start hingelegt.

„Es lief besser als erwartet. Wir sind eine junge Truppe, von daher haben uns nur wenige diesen guten Start zugetraut“, sagt Schillinger, der im vergangenen Winter vom VfR Mannheim zur TSG gewechselt war. Beim Aufsteiger zählt er seitdem zu den Aufsteigern innerhalb des Teams, denn der 21-Jährige hat sich schnell einen festen Platz in der Innenverteidigung erobert. „Das ist schon immer meine angestammte Position. Als Verteidiger habe ich meine Stärken natürlich im Zweikampf. Und auch mein Kopfballspiel ist nicht so schlecht“, sagt unser erster Fußballer der Woche nach der Corona-Pause.

Seine Stärken konnte Schillinger in den ersten Partien bestens einbringen und so zum starken Auftakt beitragen. Der derzeit sechste Platz sei eine schöne Momentaufnahme, das übergeordnete Ziel verliert der Student der Wirtschaftswissenschaft aber nicht aus den Augen: „Der Start war sicher vielversprechend. Bei fünf direkten Absteigern kann aber nur der Ligaverbleib unser Ziel sein. Wir werden versuchen, die Euphorie und gute Stimmung so lange wie möglich zu konservieren“, blickt Schillinger voraus.

Normalerweise studiert er in Mainz und wäre daher zum Pendeln gezwungen. Allerdings sieht es so aus, dass sein Studium wie schon zuletzt weiter in digitaler Form stattfindet. „Der Vorteil ist: Ich kann so immer im Training dabei sein“, sagt Schillinger, der ins vierte Semester kommt und erst mal den Bachelor anpeilt.

In Sachen Fußball ist der frischgebackene Triple-Sieger Bayern München der Favorit des generell sportinteressierten Singles. Neben dem regelmäßigen Besuch im Fitnessstudio lässt sich Schillinger leicht für alle möglichen anderen sportlichen Aktivitäten begeistern: „Wenn jemand vorschlägt, eine Runde joggen zu gehen oder Rad zu fahren, bin ich eigentlich immer ganz vorne dabei“, verrät Schillinger. Auf dem Platz ist er dagegen seltener vorne zu finden, sondern hält hinten den Laden dicht, seit er im Kindesalter beim hessischen SV Unter-Flockenbach mit dem Kicken begonnen hat. Parallel spielte Schillinger lange Zeit Handball, ehe er sich im C-Jugendalter entschloss, nur noch auf die Karte Fußball zu setzen. „Man weiß natürlich nicht, wie man sich im anderen Sport entwickelt hätte – aber es war die richtige Entscheidung.“ Und es war offensichtlich eine gute Entscheidung, zur TSG Lützelsachsen zu wechseln. Den starken Start möchte der Aufsteiger zu gerne ausbauen und im nächsten Spiel am Sonntag beim FC St. Ilgen (16 Uhr) wieder punkten. Das ist der TSG in bislang fünf Partien mit Schillingers Beteiligung bis jetzt immer gelungen. „In den ersten Spielen hat man gesehen, dass wir für jeden ein unangenehmer Gegner sein können. Das wollen wir weiterhin sein – und als Innenverteidiger ist es natürlich mein Ziel, auch mal zu null zu spielen“, sagt er. Letzteres war ihm bisher noch nicht vergönnt. Aber die Saison ist ja noch jung. dbe

Nico Schillinger steht bei der TSG Lützelsachsen in der Innenverteidigung seinen Mann. Der Aufsteiger startete mit sieben Punkten aus den ersten drei Spielen. Bild: Sascha Lotz

Ein Start, der viele überrascht – Aufsteiger Lützelsachsen überzeugt auch in der Landesliga

Lützelsachsens Trainer Rick Hutter hatte bislang allen Grund zu strahlen. Der Saisonstart ist mehr als geglückt.Bild: Berno Nix

Bericht aus dem sport-kurier Mannheim vom 07.09.2020

3 Spiele, 7 Punkte – das klingt nach einem Start nach Maß und nach einer Mannschaft, die möglicherweise das Zeug dazu hat, dauerhaft oben dabei zu sein.

Ob die TSG Lützelsachsen das in der Landesliga Rhein-Neckar hat, muss sich erst noch zeigen. Fakt ist jedoch, dass der Aufsteiger und letztjährige Meister der Kreisliga Mannheim einen Traumstart in die neue Saison hingelegt hat.

2:1 gegen Ziegelhausen, 1:1 bei Türkspor Mannheim und zuletzt noch ein 2:1 Sieg gegen den SV 98 Schwetzingen – das ist die bisherige Bilanz der Bergsträßer.

Gerechnet hat mit der so niemand. Selbst der eigene Trainer nicht: „Dass wir aus der ersten englischen Woche mit 7 Punkten raus gehen, ist überragend und hatte von uns so natürlich niemand erwartet“, erklärt Rick Hutter. Doch so schön das Tabellenbild derzeit auch aussieht – Lützelsachsen hat als Sechster nur 2 Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Eppelheim – bei der TSG weiß man es einzuschätzen. Man spricht bewusst von einer Momentaufnahme und verliert das eigentliche Ziel nicht aus den Augen.

„Für uns geht es darum, nicht abzusteigen. Jeder Punkt den wir sammeln, soll am Ende dabei helfen, dass wir hoffentlich die Klasse halten können“, betont Hutter, der warnend den Zeigefinder hebt: „Es kann ganz schnell gehen, dass man in 3 Wochen möglicherweise mal gar keinen Punkt holt.“

Das Erfolgsrezept der TSG ist derzeit relativ simpel: Man geht in jedes Spiel, als ob es das letzte wäre. Mutig und vor allem mit einem hohen Maß an Unbekümmertheit stellt man sich der Konkurrenz. Selbst bei Türkspor Mannheim, das Hutter als bislang stärksten Gegner bezeichnet hat, hatte man keine Angst. „Wir haben dort die ersten 15 Minuten das Spiel beherrscht“, sagt Hutter und lacht: „Ich glaube, dass lag aber auch daran, dass Türkspor anfangs selbst überrascht war, wie forsch wir zunächst aufgetreten sind.“

Ein weiterer Vorteil: Der Kader ist mit 28 Mann sehr groß und verletzte Spieler gibt es zurzeit kaum zu beklagen. Hutter kann aus dem Vollen schöpfen. Wer nicht spielt, ist aber auch voll dabei, unterstützt von außen und versucht alles, um zum Erfolg beitragen zu können. „Die Jungs sind einfach extrem heiß auf diese Liga, so konzentriert wie momentan haben sie in den letzten Jahren nicht gearbeitet.“

Wer nun auf die Idee kommen könnte, dass man sich den Erfolg in Lützelsachsen im Sommer zusammengekauft hat, der täuscht sich und zwar gewaltig. Im Sommer hat sich am Kader eigentlich so gut wie nichts getan. 3 Spieler aus der eigenen A-Jugend wurden hochgezogen. Hinzu kommt mit Ricardo Rittersberger ein Neuzugang aus der A-Jugend des SV Waldhof, mit dem eigentlich niemand gerechnet hatte. Er wollte eigentlich längst in den USA auf dem College sein, musste durch die Coronakrise seine Pläne aber nach hinten schieben. „Ricardo hat in der Jugend schon für uns gespielt und zählt jetzt bis zur Winterpause zu unserem Kader. Danach wird er in die USA gehen“, berichtet Hutter.

Der nächste Gegner heißt am Sonntag St. Ilgen. Eine Mannschaft, die momentan mit nur einem Punkt im Tabellenkeller festhängt und von der Hutter so gut wie nichts weiß. Was übrigens keine Seltenheit ist: „Durch die Coronakrise fanden in den letzten Monaten kaum Spiele statt. Also konnte man auch keine potentiellen Gegner beobachten. Oft wissen wir wirklich nur das, was wir so bei Euch lesen dürfen“, sagt Hutter. Und weiter: „Dass St. Ilgen in dieser Saison bislang so hinterherhinkt, überrascht mich aber natürlich schon etwas.“

Das Ziel der TSG Lützelsachsen ist jedoch klar umrissen: Auch in St. Ilgen würde man am Sonntag gerne etwas mitnehmen. Und eines scheint klar zu sein: St. Ilgen ist mittlerweile gewarnt.