Der Hickhack um den geplanten Neubau der Sporthalle, der 2015 fertiggestellte Kunstrasen, der Antrag auf Beitragserhöhung und das 125-jährige Vereinsjubiläum waren die beherrschenden Themen bei der schwach besuchten Mitgliederversammlung der TSG Lützelsachsen im Vereinslokal „Zur Turnhalle“. Bei den Personalien gab es eine Änderung. Als Nachfolger für den 3. Vorsitzenden Frank Leinert wurde Alexander Gaber gewählt. Den geschäftsführenden Vorstand bilden somit Rainer Müller (Vorsitzender), Kerstin Horak (2. Vorsitzende), Alexander Gaber (3. Vorsitzender), Franz Niedermayer (Hauptkassier) und Kathrin Scheckenbach (Schriftführerin). Zu Kassenprüfern wurden Ralf Scheckenbach, Johanna Seydel und Ursula Klohr gewählt. Nach dem Gedenken an die verstorbenen Mitglieder Heinz Weygoldt, Adriano Furlan, Jörg Röder, Horst Lehr, Josef Markiel und Willy Roth gab Müller bekannt, dass die Mitgliederzahl von 1051 auf 1073 leicht angestiegen ist. Das Hauptaugenmerk liege weiter auf der Jugendarbeit, etwas über 500 Jugendliche werden trainiert. Im sportlichen Bereich zählten die Meisterschaft der D1-Fußballer, der C-Pokalsieg der Tischtennisherren und der Aufstieg der Volleyballdamen zu den Höhepunkten. Bei den Veranstaltungen berichtete der TSG-Vorsitzende unter anderem vom sehr guten Besuch der Winterfeier im Vereinslokal. Vier ausverkaufte Aufführungen verbuchten die „Kulissenschieber bei ihrem Stück „Siggi, der Sieger“. Am 16. und 17. sowie am 23. und 24. April spielt die Theatergruppe das Stück „Der Geist im Rathaus“. Der Vorverkauf hat gestern begonnen bei Schreibwaren Ludwig, bei der Esso-Tankstelle Sporer und im Vereinslokal „Zur Turnhalle“. Höhepunkt des vergangenen Jahres war zweifellos der Bau und die Einweihung des zweiten Kunstrasenplatzes, der den Fußballern jetzt optimale Bedingungen bietet. „Es war wiederum eine große Leistung, auf die wir stolz sein können“, betonte der TSG-Vorsitzende, der aber auch einschränkte, dass der Eigenanteil von über 70 000 Euro aus Spenden und Veranstaltungen noch nicht ganz erreicht ist. Enttäuschend sei hier die Spendenbereitschaft von Eltern der Kinder und Jugendlichen gewesen. Keinen Hehl aus seiner Enttäuschung machte Müller auch beim leidigen Hallenthema. Im Dezember wurde der Hallenbau aus dem Haushaltsplanentwurf gestrichen, und trotz vieler Gespräche wurde der Haushalt bei lediglich drei Gegenstimmen, darunter von Ortsvorsteherin Doris Falter, genehmigt. Damit ist der Hallenbau aus dem mittelfristigen Investitionsplan bis 2019 gestrichen, und es bleibt abzuwarten, was in dieser Zeit mit der alten Gemeindehalle passiert. Das 125-jährige Vereinsjubiläum wird am 29. Oktober in der Ausstellungshalle des Autohauses Sporer gefeiert, bei dem ein Programm mit Ehrungen, Kabarett mit Franz Kain, Show-Einlagen und einem Drei- Gänge-Menü geboten wird. Nach dem Kassenbericht von Franz Niedermayer lobten Hauke Ackermann und Ralf Scheckenbach die einwandfreie Kassenführung. Der Vorstand wurde einstimmig entlastet. Ebenfalls einstimmig wurde die Beitragserhöhung angenommen. Ab 2017 zahlen Jugendliche, Ermäßigte und Rentner 60 Euro, Erwachsene 84 Euro, die Familienkarte kostet 150 Euro. Ehrenmitglieder bleiben weiterhin beitragsfrei.