Das mit Spannung erwartete Stadtderby zwischen den zweitplatzierten Lützelsachsenern und den auf Platz 3 stehenden Weinheimern ging an die vor allem im zweiten Durchgang effizienteren Weinheimer.
Die erste Viertelstunde der Partie ging an die Gäste in blau, die einen kontrollierteren Fußball spielten. Und gerade als Lützelsachsen mehr Zugriff auf das Spielgeschehen bekam und sich ebenfalls gute Strafraumszenen erspielte, kam Weinheim nach einem Freistoßabpraller zur 0:1 Führung. Doch nur 2 Minuten später glich Lützelsachsen ebenfalls durch einen Nachschuss nach Freistoß durch Leo Heidelmann aus. 26 Minuten waren hier gespielt. Bis zur Halbzeit konnten die gut 200 Zuschauer eine ansehnliche Partie verfolgen, in der beide Teams gute Kombinationen zeigten und um jeden Zentimeter kämpften. Gerecht mit 1:1 ging es dann in die Pause.
In der zweiten Hälfte waren es dann die Gastgeber aus Lützelsachsen, die den besseren Start erwischten, allerdings die letzte Konsequenz vor dem Tor vermissen ließen. So nahm das Unheil nach 66 Minuten seinen Lauf. Eine eigentlich harmlose Flanke fiel so unglücklich auf den Fuß von Klingberg, dass der Ball exakt ins lange Eck trudelte und Torhüter Menges keine Chance ließ. Als dann auch noch 6 Minuten darauf eine Weinheimer Ecke erst geklärt wurde, der Nachschuss jedoch wie ein Flipperball von 3 Spielern abprallte, ehe er direkt vor einem Weinheimer landete, der dann nur noch einschieben musste, merkte man den Lützelsachsenern den Frust deutlich an. Von diesem Schock eine Viertelstunde vor Schluss sollten sie sich nicht mehr erholen. Es kam sogar noch schlimmer. Erst verwertete Weinheim noch eine Ecke per Kopf und traf abschließend nach einem Konter noch zum 1:5. Es war nicht so, dass Lützelsachsen in dieser Phase nicht sogar auch noch zu Treffern hätte kommen können. Jedoch verwertete man die Kopfballüberlegenheit bei Standards nicht und zeigte sich bei Chancen aus dem Spiel zu zögerlich und nicht zielstrebig genug.
So muss man anerkennen, dass der Sieg für Weinheim in Ordnung geht, allerdings viel zu hoch ausfiel. Die Weinheimer zeigten sich im Anschluss noch als schlechte Sieger, als sie noch auf dem Platz lauthals „Scheiß Lützelsachsen“ sangen. Für die rote TSG ist diese Derbyniederlage zwar schmerzhaft, kann die überragende Saison jedoch nicht vergessen machen. Mit einem Sieg im letzten Spiel hätte man über 50 Punkte in der Landesliga erzielt und wäre sicherer Vizemeister.

Menges, Restle, Heidelmann (1), Mayer, von Geiso, Wetzel, Yumuk, Klingberg, Knapp, Beutel, Schwerdtfeger, Celik, Gräber, Tigli, Mommertz, Bock.